Auf ein Wort Volkstrauertag

Autor/Autorin

  • Hans-Gerd Martens

In der Nazizeit hieß er noch Heldengedenktag. Diese Helden haben allerdings schon lange ausgedient. Heute am Volkstrauertag erinnern wir uns an die Toten der Weltkriege, an die gefallenen Soldaten, aber auch an die Millionen zivilen Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus. So ist der Volkstrauertag auch zu einem "Mahntag für den Frieden" geworden. Wenn wir uns allerdings in der Welt umgucken, ist der Frieden ganz schön weit weg.

Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die Hoffnung machen und sich um die Opfer von Krieg und Gewalt kümmern. Andreas Hamburg ist so einer. Er kommt ursprünglich aus der Ukraine und ist jetzt Pastor in der evangelischen St. Markus Kirchengemeinde in Bremen. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine sammelt er Spenden und organisiert Hilfstransporte in seine ehemalige Heimat. Auch wenn dort vieles schon fast Routine im Krieg geworden ist, die Hilfe ist immer willkommen.

Ende September machte sich der 50. Transport auf den Weg Richtung Ukraine. Andreas Hamburg sagt, ganz wichtig für die Menschen in der Ukraine ist nicht nur das Materielle, sondern auch, dass sie nicht vergessen sind. "Weihnachten ist, wenn jemand liebevoll an dich denkt" – bei dieser Weihnachts-Spendenaktion für die Ukraine wurden vor einem Jahr von Bremer Bürgern 12.000 Stoffbeutel befüllt mit Kindergeschenken.

Pastor Andreas Hamburg und seine Helferinnen und Helfer wollen weiter Spenden sammeln. Das wird allerdings langsam schwieriger, weil viele Menschen sich schon an den Krieg in der Ukraine gewöhnt haben. Trotzdem schicken der Pastor und seine Leute weiter Hilfstransporte in die Ukraine. Und an diese Helden dürfen wir heute am Volkstrauertag gerne denken.

Dieses Thema im Programm: 19. Dezember 2023, 7:40 Uhr

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