Auf ein Wort Johannes der Täufer - aktuell bis heute!

Autor/Autorin

  • Prof. Helmuth Rolfes

Er lebte in der Wüste und ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. Und er war alles andere als ein etablierter Stadtprediger! Sein Name ist Johannes. An ihn wird in den Gottesdiensten der Adventszeit erinnert.

Wie ich finde: zu Recht! Was er zu sagen hat, ist aktuell. Den christlichen Kirchen gehört es geradezu ins Stammbuch geschrieben!

Johannes verkündet die nahe Ankunft Jesu als den erwarteten Heilsbringer und Retter. Er ist sein Wegbereiter, und im Zentrum seiner Botschaft steht die Aufforderung zur Umkehr und zu einem neuen, gerechten Lebenswandel. Viele Menschen ließen sich damals von Johannes als Zeichen ihrer Umkehr taufen. Deshalb nennt man Johannes auch den Täufer.

 Johannes spart in seiner Predigt nicht mit harten Worten und mit scharfer Kritik. So geißelt er die religiöse Selbstzufriedenheit derer, die immer schon davon ausgehen, gerecht und gut zu sein.

Sind das nur alte Geschichten, die sich für uns heute längst erledigt haben? Nein! Ich glaube sogar: Das Gegenteil ist der Fall.

An Johannes wird nämlich genau das deutlich, was bis heute für die Kirche gilt. Genau wie Johannes muss die Kirche immer wieder auf Jesus als Retter und Heilsbringer hinweisen. Ihre Aufgabe ist es, für die Begegnung mit Jesus die Wege zu ebnen und ohne falsche Rücksichten zur Umkehr einzuladen. Sie verkündet nur die frohe Botschaft. Sie ist nicht selbst diese Botschaft.

Die Kirche darf darum auch kein Ort religiöser Selbstzufriedenheit werden. Wenn die Kirche keinen Raum mehr schafft für die Ankunft Jesu im Leben der Menschen, ermöglicht sie auch keine Hoffnung mehr auf die rettende Nähe Gottes in Jesus. Damit aber macht sie sich selbst überflüssig.

Dieses Thema im Programm: 10. Dezember 2023, 7:45 Uhr

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