Grüner wird's nicht Gegen das Artensterben: Alte Sorten anpflanzen

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  • Melanie Öhlenbach

Sie wollen etwas Besonderes für Beet oder Kübel? Melanie Öhlenbach verrät, wie Garten, Terrasse und Balkon zu Archen für seltene (Nutz)Pflanzen werden.

Verschiedene Wildkräutersamen in Schälchen gesammelt
Samen verschiedener Wildkräuter in Schalen Bild: Imago | blickwinkel
Verschiedene Wildkräutersamen in Schälchen gesammelt

Raritäten für Beet und Kübel

Sie wollen etwas Besonderes für Beet oder Kübel? Melanie Öhlenbach verrät, wie Garten, Terrasse und Balkon zu Archen für seltene (Nutz)Pflanzen werden.

Bild: Imago | blickwinkel

Warum ist es wichtig, Arten und Sorten zu erhalten?

Das Artensterben betrifft nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen und andere Organismen. Einheimische Nutzpflanzen werden von anderen verdrängt und / oder oder geraten in Vergessenheit. Viele Sorten gelangen nicht in den Handel, weil sie keine amtliche Zulassung (mehr) haben. Oftmals lohnt ihr Anbau in einer industriellen Landwirtschaft nicht. Dennoch ist es wichtig, diese Sorten zu erhalten, weil sie besondere Eigenschaften wie Geschmack, Farbe oder Resistenzen gegen Krankheiten haben oder gut an die Gegebenheiten in einer Region angepasst sind.

Woher weiß ich, ob eine Nutzpflanze bedroht ist?

Eine Orientierung, ob eine Nutzpflanze bedroht ist, bietet zum Beispiel die Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen Deutschlands. Sie hat aktuell 2.610 Eintragungen, darunter Getreide, Faserpflanzen, Arznei und Gewürzpflanzen, aber auch Obst und Gemüse. Es ist aber davon auszugehen, dass die Zahl der bedrohten Nutzpflanzen um ein Vielfaches höher liegt; es ist nur nicht erfasst. Auch Saatgutlisten von Vereinen und Initiativen wie VEN und VERN, die sich für den Erhalt von bedrohten Nutzpflanzen einsetzen, sind eine gute Anlaufstelle.

Wo bekomme ich die Raritäten?

Als gefährdet eingestufte Kräuter-, Gemüse- und Obstsorten gibt es zum Beispiel in spezialisierten, zertifizierten Vermehrungsgärtnereien und bei den oben genannten Initiativen. Besondere und / oder alte Sorten gibt es auch in Saatgutbibliotheken, auf Märkte und Tauschbörsen sowie bei regionalen Projekten wie die "Grüne Arche" des BUND Hannover.

Hilfreiche Links zum Thema

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Vormittag, 24. März 2023, 11:11 Uhr

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