Der Parzellist Der Herr der Asseln

Der Parzellist hinter einem Erdhaufen
Frische, warme Erde – die beste Nahrung für die Beete. Milliarden von Mikroorganismen, unzählige Regenwürmer, Tausendfüßler und Kellerasseln haben daran mitgewirkt.

Der Herr der Asseln

Die Biene würde verhungern, gäbe es nicht Tiere wie die Kellerassel. Ihr Schaffen sorgt für besten Boden. Darum hat unser Parzellist das riesige Tiefbau-Unternehmen in seinem Garten unter die Lupe genommen.

Bild: Radio Bremen | Schellhass

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Ohne die Biene würde alles Leben an Land verhungern. Die Biene würde verhungern, gäbe es nicht Tiere wie die Kellerassel. Ihr Schaffen sorgt für besten Boden. Darum hat unser Parzellist in dieser Woche das riesige Tiefbau-Unternehmen in seinem Garten unter die Lupe genommen.

Es ist sicher richtig, die Biene zu ehren. Ohne sie würde über kurz oder lang alles Leben an Land verhungern müssen. Aber wer ehrt schon die Kellerassel. Vor ihr ekelt sich die Welt, dabei macht sie aus totem Grün beste neue Erde. Wäre die Assel nicht, würde den Pflanzen Nahrung fehlen, würde die Biene keinen Nektar sammeln können. Darum hat unser Parzellist die Kellerassel genauer unter die Lupe genommen.

Die Lebensgeschichte der Kellerassel ist älter, als die der Dinosaurier. Sie ist ein Krebstier. Sie atmet durch Kiemen an ihren Hinterbeinen und trägt ihre Jungen gut zwei Wochen lang in einem Bauchbeutel – ähnlich wie das Känguru. Kellerasseln tun ausschließlich Gutes, fressen abgestorbenes Pflanzenmaterial, und scheiden besten Boden wieder aus. Sie übertragen keine Krankheiten, weder an den Menschen, noch an Tiere, noch an andere Pflanzen. Ohne Regenwürmer, Tausendfüßler, Mikroorganismen und eben die Kellerasseln, würde den Pflanzen Nahrung fehlen. Dann wäre auch der Tisch für die Bienen nicht gedeckt. Außerdem sind Kellerasseln natürlich ein Leckerbissen für Igel, Vögel und anderes Getier.

Ein größerer Feind für die Kellerasseln ist allerdings die Trockenheit. Ist der Boden nicht mehr feucht, können sie über ihre Kiemen keinen Sauerstoff mehr aufnehmen. Sie sterben. Darum ist es sinnvoll, den Kompost immer feucht zu halten. Schattige Ecken im Garten mit ein paar Steinen und etwas Totholz machen den Kellerasseln das Leben leichter.
In den eigenen vier Wänden sind Kellerasseln möglicherweise ungeliebte Gäste. Um hier Feuchtigkeit zu vermeiden, sollten vor allem Kellerräume gut belüftet sein. Topfpflanzen sollten nicht zu feucht stehen. Verblühtes sollte umgehend entsorgt werden.

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