Der Parzellist Ohne Moos nix los

Jens Schellhass
Es ist weich wie ein Kissen und Heimat unzähliger kleiner Tiere – das Moos.

Ohne Moos nix los

Ohne Moos nix los, findet unser Parzellist. Es speichert Nässe, filtert Staub aus der Luft und ist Heimat vieler kleiner Tiere, die wiederum andere Tiere ernähren.

Bild: Radio Bremen | Jens Schellhass

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Ohne Moos nix los, findet unser Parzellist. Es speichert Nässe, filtert Staub aus der Luft und ist Heimat vieler kleiner Tiere, die wiederum andere Tiere ernähren.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, wenn ich Ihnen jetzt sage, ohne Moos nichts los. Es geht dabei nämlich nicht um einen Blick ins Portmonee. Es geht um die älteste Pflanze auf unserem Planeten. Seit über 400 Millionen Jahren hat sich das Moos auf der Erde breit gemacht, und es gibt immer noch Gärtner, die es aus ihrem Rasen entfernen wollen. Ich sage Ihnen eins: Sie haben kaum eine Chance. Warum es sogar sinnvoll ist, den Moosen im Garten ihren Raum zu lassen, das sagt Ihnen gleich unser Parzellist – hier auf Bremen Eins.

Es war ein ständiges Verlangen der Nachbarn unseres Parzellisten. Die Große, die Liebste und er sollten ihren Rasen vertikutieren, um so das Moos zu entfernen. Die Drei haben es nie getan. Und jetzt wissen sie, warum es für ihren Geschmack tatsächlich besser war, es zu lassen. Das Moos ist die älteste Pflanze der Erde. Es ist über 400 Millionen Jahre alt. Ein Viertel aller in Deutschland vorkommenden Moosarten ist vom Aussterben bedroht. Es hat kein Stützgerüst wie andere Pflanzen und auch keine echten Wurzeln. Aus diesem Nachteil hat das Moos einen Vorteil gezogen: Es kann an Orten gedeihen, an denen es keine andere Pflanze schafft – auf Steinen, Dächern und an Stämmen. Es filtert den Staub aus der Luft und speichert die Feuchtigkeit. Trocknet es aus, sieht es aus wie abgestorben, grünt aber nach einem Regen wieder durch. Unzählige kleine Tiere leben im Moos, von denen wiederum andere Tiere leben können. Das Moos ist ein Wunder, und deshalb lässt unser Parzellist es gedeihen, wo immer es will – auch im Rasen. Dort ist es wunderbar weich und erspart manche Mahd. Lediglich auf Treppen und Gehwegen sollte Moos entfernt werden, sofern es bei Nässe rutschig wird. Hier könnte es schließlich gefährlich werden.

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