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Der Abend mit Ansgar Langhorst

Die größten Alben aller Zeiten AC/DCs "Back In Black" – zwischen Trauer und Triumph

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Sie kamen mit neuem Sänger zurück und sie waren in Trauer: "Back In Black" – dieser Titel war 1980 für AC/DC wörtlich gemeint. Das erste Album nach dem Tod von Bon Scott wurde ihr erfolgreichstes. Ihm widmete die Band legendäre Hard-Rock-Songs wie "Hells Bells".

Sas schwarze Album-Cover der Band AC/DC "Back In Black"
Bild: Radio Bremen
Sas schwarze Album-Cover der Band AC/DC "Back In Black"

Die größten Alben aller Zeiten: AC/DC – Back In Black

"Back In Black" – dieser Titel war 1980 für AC/DC wörtlich gemeint. Das erste Album nach dem Tod von Bon Scott wurde ihr erfolgreichstes.

Bild: Radio Bremen

Darum ist "Back In Black" eines der größten Alben aller Zeiten

Natürlich ist dieses Album musikalisch keine Wundertüte. Hat das irgendjemand ernsthaft von AC/DC erwartet? Nicht wirklich. Wo diese vier Buchstaben drauf stehen, ist knackiger Rock drin. Fertig.

Einige Riffs kennt man schon, bevor man sie überhaupt gehört hat. Der trockene Sound der beiden Gitarristen Malcolm und Angus Young hat einen ähnlich hohen Wiedererkennungswert wie der von Brian May (Queen), David Gilmour (Pink Floyd) oder Ritchie Blackmore (Deep Purple). Ist doch auch eine Leistung.

Bei AC/DC weiß ich genau, was ich kriege. Das gilt auch für die Texte. Steinzeitansichten zu Männlein und Weiblein? Geschenkt. Tiefschürfendes, poetisches bekomme ich von Sting oder Bob Dylan. Die australischen Rocker geben mir "Power", "Thunder" und "Decibel". Ist das eigentlich noch echter Hard-Rock? Das, was unsere Kompaktanlagen in den frühen 80ern zum Beben brachte, ist doch längst im Mainstream angekommen. Heute hören wir "Highway To Hell" zum Frühstück und finden das völlig normal. Ohne den Album-Klassiker "Back In Black" wäre vielleicht alles ganz anders gekommen. 

Sänger Brian Johnson und Gitarrist Angus Young von AC/DC bei einem Konzert auf einer Bühne.
Bild: Imago | Busse

Gut zu wissen

19. Februar 1980: Gerade erst haben AC/DC mit "Highway To Hell" den bislang größten Erfolg ihrer Karriere gelandet, da stirbt Frontmann Bon Scott im Alter von 33 Jahren nach einer durchzechten Nacht. Die Band befindet sich zu dieser Zeit in London, um an dem neuen Album zu arbeiten. Bei den Überlegungen, wie es weitergehen könnte, fällt den Musikern der Name Brian Johnson ein. Bon Scott soll oft von ihm erzählt haben.

Johnson war in den 1970er Jahren Sänger der Band Geordie und im Vorprogramm von Scotts damaliger Band Fraternity aufgetreten. Johnson habe ihn an Little Richard erinnert, schreibt der "Rolling Stone". Besonders beeindruckt habe ihn die Szene, als er sich mitten in der Show auf den Boden gelegt habe – er sei der beste Act und der beste Sänger gewesen, den er seit langer Zeit gesehen habe, zitiert Angus Young seinen verstorbenen Bandkollegen. Dass Johnson nur wegen einer Blinddarmentzündung am Boden lag, wusste Scott damals nicht.

Nur zwei Monate nach dessen Tod stellen AC/DC ihren neuen Sänger vor. Kein leichtes Erbe für Brian Johnson. Bei den ersten Konzerten sollen Fans in der ersten Reihe ein Plakat mit der Aufschrift "Rest In Peace Bon" hochgehalten haben.

TitelLänge
Hells Bells05:11
Shoot To Thrill05:17
What Do You Do For Money Honey03:35
Givin' The Dog A Bone03:31
Let Me Put My Love Into You04:15
Back In Black04:15
You Shook Me All Night Long03:30
Have A Drink On Me03:58
Shake A Leg04:05
Rock And Roll Ain't Noise Pollution04:16

AC/DC: Back In Black
Atlantic Records

VÖ: 25. Juli 1980

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Vormittag, 3. März 2022, 11:40 Uhr