Der Parzellist Sticheln gegen Mückenstiche

Jens Schellhass
Unser Parzellist und seine "Hexenkräuter" gegen Mücken: Salbei getrocknet, zerrieben und angezündet vertreibt die Blutsauger ebenso wie frisch zerriebene Minze.

Sticheln gegen Mückenstiche

Lassen Sie sich nicht ärgern - auch nicht von Mücken. Es ist kein Hexenwerk, sie zu vertreiben. Hat sie doch einmal gestochen, hilft der Saft des Spitzwegerichs.

Bild: Radio Bremen | Jens Schellhass

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Lassen Sie sich nicht ärgern – auch nicht von Mücken. Es ist kein Hexenwerk, sie zu vertreiben. Hat sie doch einmal gestochen, hilft der Saft des Spitzwegerichs.

Eins vorneweg: Wir sollten den Nutzen der Mücke nicht vergessen. Gäbe es sie nicht, wäre für viele Tiere eine Nahrungsquelle versiegt. Außerdem leben die Larven der Mücke von organischen Abfällen. Sie reinigen also das Wasser, in dem sie aufwachsen. Darüber hinaus stärkt ihr Stich unser Immunsystem.

Trotzdem sind wir uns sicher einig, dass die kleinen Quälgeister und ihre Sticheleien maßlos nerven, und in diesem Jahr gibt es wegen der feuchten Witterung besonders viele von ihnen. Halten wir sie uns also so gut es geht vom Leib.
Mücken brauchen ein ruhiges Gewässer, um ihre Eier abzulegen, aus denen dann die Larven schlüpfen. Leeren wir deshalb Gießkannen, Vogeltränken und Unterteller von Blumentöpfen mindestens einmal pro Woche. Über der Regentonne hilft ein gespanntes Moskitonetz. So kommen Mücken weder rein noch raus. In kleinen Teichen freut sich übriges der Goldfisch über Mückenlarven.

Möglicherweise finden die kleinen Blutsauger dann beim Nachbarn Quellen, um sich zu vermehren. Hier helfen Kräuter wie Minze, Eukalyptus, Zitronenmelisse, Thymian, Basilikum, Lavendel und Rosmarin. Die Mücken hassen ihre Düfte. Stellen Sie die Pflanzen auf Ihre Fensterbank oder auf den Terrassentisch. Wenn Sie hin und wieder sanft mit ihren Händen darüberstreichen, verbreiten sie ihren Duft, und die Mücken schwirren ab. Noch effektiver wirkt getrockneter, zerriebener Salbei, wenn er in feuerfester Schale angezündet wird – am besten nur draußen verwenden. Von optischer Wirkung ist auch eine Zitrone, die Sie mit Nelken spicken.

Generell gilt: Mücken meiden helle Kleidung. Socken helfen vor Stichen an den Knöcheln, erst Recht, wenn Sie die Strümpfe über die Hose ziehen. Ein paar Tropfen ätherisches Öl in einer Duftlampe kann ebenso dienlich sein. Oder Sie mischen das ätherische Öl (Lavendel, Zitrone, Pfefferminz) 1:10 mit Speiseöl und reiben es sich auf die Haut. Vor großflächigem Einsatz sollten Sie allerdings testen, ob Sie allergisch reagieren. Vor dem zu Bett gehen, träufeln Sie ein wenig Lavendelduft auf ihr Kopfkissen, und die Chancen stehen gut, dass Sie in dieser Nacht von den Sticheleien der Mücke verschont bleiben.

Sollte es Sie doch erwischen, hilft Spitzwegerich. Die schmalen Blätter zerreiben Sie, und verteilen den Saft auf dem Stich. Oder Sie zerkauen Petersilie und geben sie dann auf die Stelle. Darüber hinaus helfen Zwiebel, Gurke, Honig, Essig oder Magerquark - je nach Geschmack. Sie sehen, Sie sind mit Ihren Mückenstichen nicht allein gelassen.

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