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Der Mittag mit Dirk Böhling

Die größten Alben aller Zeiten "Hounds of Love" – ein Album, das polarisiert

Autorinnen und Autoren

Von „Thriller“ bis „Brothers in arms“: Viele Alben haben die 80er Jahre geprägt – dieses gehört auf jeden Fall auch dazu: „Hounds Of Love“ von Kate Bush. Eine Frau, die mit Songs wie „Cloudbusting“ und „Running Up That Hill“ ihren eigenen und eigenwilligen Stil durchsetzte.

Albumcover von Kate Bush - Hounds of Love
Bild: EMI America

Die größten Alben aller Zeiten: Hound Of Love - Kate Bush

„Hounds Of Love“ von Kate Bush. Eine Frau, die mit Songs wie „Cloudbusting“ und „Running Up That Hill“ ihren eigenen und eigenwilligen Stil durchsetzte.

Albumcover von Kate Bush - Hounds of Love
Bild: EMI America
Bild: EMI America

Darum ist „Hounds of love“ eines der größten Alben aller Zeiten

Kate Bush performt in der ZDF-Sendung Peter
Bild: Imago | United Archives

Warum sind die 80er quer durch sämtliche Generationen bloß so unglaublich beliebt? Wenn’s um die Musik geht, kann die Antwort nur lauten: Weil diese Dekade eben so vielschichtig und bunt war. Weil völlig unterschiedliche Bands wie U2 und Depeche Mode gleichermaßen erfolgreich waren. Weil eine verhuschte Frau wie Kate Bush, die die spirituellen Kräfte der Natur beschwor, tatsächlich Madonna vom Spitzenplatz in Großbritannien verdrängte. „Hounds Of Love“ ist ein Gesamtkunstwerk, das sämtliche Genre-Grenzen sprengt: Progressive-Rock, kaukasische Klänge, Pop und Irish-Folk – die Frau mit der hellen Elfenstimme wirft alles in einen Topf und zaubert daraus etwas neues. Die A-Seite des Albums besteht aus dem „Hounds Of Love“-Zyklus mit dem wuchtigen „The Big Sky“ oder dem ergreifenden Klagelied „Mother Stands For Comfort“. Die B-Seite „The Ninth Wave“ handelt von einer schiffbrüchigen Frau, die allein auf dem Meer treibt. Ihre Visionen spiegeln sich in verstörenden Songs wie „Waking The Witch“ und „Hello Earth“ wider. Keine Musik für den Sofortverzehr und den Nebenbeigenuss. Die 80er waren eben mehr als NDW-Spaß und quietschiger Synthi-Pop.

Gut zu wissen

Sängerin Kate Bush in den 80ern
Bild: Imago | Allstar

Der bekannteste Song des Albums ist „Running Up That Hill“. Ein Paar möchte einen Deal mit Gott schließen: für einen Tag möchten sie die Rollen tauschen, um sich gegenseitig besser verstehen zu können. Er möchte also einen Tag als Frau leben, sie als Mann. Ursprünglich sollte der Song deshalb auch „A Deal With God“ heißen. Allerdings machte das der Plattenfirma Sorgen. Ihr Argument: In einigen Ländern würden keine Songs im Radio gespielt werden, wenn das Wort „Gott“ im Titel vorkäme. Ziemlich ungünstig für ein Lied, das als Single veröffentlicht werden sollte. Widerwillig änderte Kate Bush also den Titel in „Running Up That Hill“. Doch der nächste Konflikt stand im Raum: Die Plattenfirma wollte lieber „Cloudbusting“ als erste Single auskoppeln - Kate Bush legte ihr Veto ein. Schließlich hatte sie „Running Up That Hill“ schon extra umbenannt. Die Plattenfirma zeigte Verständnis und die britische Sängerin sollte Recht behalten: „Running Up that Hill“ wurde ihre erfolgreichste Single in den 1980er Jahren.

Die Songs

TitelDauer
Running Up That Hill (A Deal With God) 5:03
Hounds Of Love3:03
The Big Sky4:41
Mother Stands For Comfort3:08
Cloudbusting5:10
And Dream Of Sheep2:45
Under Ice2:21
Waking The Witch4:18
Watching You Without Me4:18
Jig Of Life4:04
Hello Earth6:13
The Morning Fog2:34

Kate Bush: "Hounds Of Love"
EMI America
VÖ: 16. September 1985

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Vormittag, 28. Oktober 2021, 11:45 Uhr