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Der Vormittag mit Ansgar Langhorst

Die größten Alben aller Zeiten "Actually" – Elektro-Pop für die Tanzfläche

Autor

Die Pet Shop Boys waren in den 80er Jahren echte Hitmacher. Mit ihrem zweiten Album "Actually" perfektionierten die Jungs aus der Tierhandlung 1987 ihren eingängigen Synthi-Pop und produzierten noch mehr Hits. Besonders erfolgreich waren sie mit "Heart" und "It’s A Sin".

Pet Shop Boys Cover Actually
Pet Shop Boys Cover Actually Bild: Parlophone/EMI
Pet Shop Boys Cover Actually
Pet Shop Boys Cover Actually

Die größten Alben aller Zeiten: Pet Shop Boys – Actually

Mit ihrem zweiten Album "Actually" perfektionierten die Jungs aus der Tierhandlung 1987 ihren eingängigen Synthi-Pop und produzierten noch mehr Hits.

Bild: Parlophone/EMI

Darum ist "Actually" eines der größten Alben aller Zeiten

Ich fühle mich ertappt: Da entdecke ich in meinem CD-Regal unter P – also da, wo Tom Petty und Prince stehen –  tatsächlich ein Album der Pet Shop Boys: ein Best-of-Album aus dem Jahr 1991. Dass ich mir als bekennender Rock- und Blues-Fan damals schon die Hits der britischen Elektro-Popper geholt habe, wundert mich 30 Jahre später selbst. 

Aber an den Songs ist eben wirklich etwas dran: Die geschmeidigen Synthi-Sounds mit den unwiderstehlichen Melodien gehen direkt ins Ohr. Songs wie „Rent“ oder „What have I done to deserve this“ klingen auch heute noch richtig frisch. Ein glänzendes Stück Pop. Dass hinter der glitzernden Fassade oft auch eine bittere Abrechnung mit der Politik der umstrittenen Premierministerin Thatcher steckte, war mir damals so noch nicht klar. Aber man lernt ja dazu. Und inzwischen weiß ich: Das bislang von mir unentdeckte Stück „King’s Cross“ ist ein echtes Juwel. Mit unbeschwertem Synthi-Pop hat das nichts zu tun. Vielmehr wirkt es traurig und melancholisch – eben so trostlos, wie das Leben vieler Briten 1987 tatsächlich war. 

Gut zu wissen

19. August 1981: In einem Elektrogeschäft in der Londoner Kings Road lernen sich Neil Tennant und Chris Lowe kennen. Der eine ist Musikjournalist, der andere studiert Architektur. Lowe hält Tennant für einen Intellektuellen, weil der eine Brille trägt. Und Tennant denkt im ersten Moment: Der ist doch nicht ganz dicht, weil Lowe die ganze Zeit kichert. Trotzdem kommen die beiden ins Gespräch und entdecken schnell eine gemeinsame Vorliebe: Elektronische Tanzmusik. Als sie den Laden verlassen, sind sie sich einig: Gemeinsam Musik machen – das wär’s. Vielleicht ein paar Songs zusammen schreiben oder so. 

Zwei Jahre lang probieren sie in Tennants Schlafzimmer auf einem Keyboard alles mögliche aus, ehe sie ihr erstes großes Stück fertig haben: „Opportunities“ heißt es. Unvergessen der Refrain: „Ich bin klug, du siehst gut aus, lass uns einen Haufen Geld machen.“ Der Song landet 1984 auf dem ersten Album „Please“ und wird ein Hit. Noch heute fragen vor allem amerikanische Firmen gelegentlich an, ob sie das Lied für Werbezwecke benutzen dürfen. Die Antwort ist immer dieselbe: nein.

Die Songs

TitelDauer
One More Chance5:28
What Have I Done To Deserve This?4:21
Shopping3:37
Rent5:07
Hit Music4:44
It Couldn't Happen Here5:19
It's A Sin4:59
I Want To Wake Up5:08
Heart3:57
King's Cross5:09

Pet Shop Boys: "Actually"
Parlophone
VÖ: 7. September 1987

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Vormittag, 25. November 2021, 11:45 Uhr