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Der Nachmittag mit Ansgar Langhorst

Die größten Alben aller Zeiten Pop-Sinfonien zwischen Beethoven und Beatles

Autoren

Dieses Album stammt aus einer Zeit, als die Streicher noch nicht aus dem Synthesizer kamen: „A new world record“ brach 1976 keine Rekorde, machte aber ein Orchester international bekannt: Das Electric Light Orchestra. Die drei Buchstaben ELO wurden zum Inbegriff für eingängige und aufwändig produzierte Pop-Melodien.

Albumcover von E.L.O. – "A New World Record"
Bild: Epic d (Sony Music)

Die größten Alben aller Zeiten: A New World Record

„A new world record“ brach 1976 keine Rekorde, machte aber ein Orchester international bekannt: Das Electric Light Orchestra.

Audio vom 14. September 2021
Albumcover von E.L.O. – "A New World Record"
Bild: Epic d (Sony Music)
Bild: Epic d (Sony Music)

Darum ist „A new world record“ eines der größten Alben aller Zeiten

ELO - die Entwicklung dieser Band ist wirklich bemerkenswert. Zu Beginn war sie noch progressiv-provokant. Ein Album mit einem elektrischen Stuhl auf dem Cover? Ja, hat's tatsächlich gegeben. Anfang der 80er Jahre verlor sich Jeff Lynnes Ein-Mann-Unternehmen dann in belanglosen, unterdurchschnittlichen Pop-Songs. Aber die Zeit dazwischen war geprägt von drei herausragenden Alben: „Discovery“, „Out of the blue“ - und eben „A new world record“. Eine Platte, die durch ihre geniale Mischung besticht: Rock'n'Roll-Kracher, Herz-Schmerz-Balladen und geschmeidige Ohrwürmer. Das alles ist natürlich pompös arrangiert und perfekt produziert: Streicher jauchzen, Chöre seufzen – und mittendrin hört man die verschleierte Stimme von Jeff Lynne. Der Mann mit dem Lockenkopf und der Sonnenbrille hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er von den drei großen Bs beeinflusst wurde: Beethoven, Berry und die Beatles. In den Songs „Rockaria“ und „Shangri-La“ werden sie sogar namentlich genannt. 

Das Electric Light Orchestra auf einer Bühne in London 1988
Bild: IMAGO | ZUMA/Keystone

Gut zu wissen

In den 1970er und 1980er Jahren wurde München zum Hotspot für Musikproduktionen – auch „A new world record“ wurde hier aufgenommen. Im Untergeschoss des Arabella-Hochhauses im Stadtteil Bogenhausen gründete Musikproduzent Giorgio Moroder Anfang der 70er die legendären Musicland Studios. Von Anfang an mit dabei: Toningenieur Reinhold Mack. Moroder und Mack holten viele große Stars nach München: Die Rolling Stones, Led Zeppelin, Queen, Deep Purple, Donna Summer - und eben auch das Electric Light Orchestra. Zwischen 1975 und 1981 entstanden hier alle ELO-Alben – von „Face the music“ bis „Time“. Als das Doppelalbum „Out of the blue“ 2007 zum 30jährigen Jubiläum neuveröffentlicht wurde, erinnerte sich Jeff Lynne an die Zeiten in München zurück:

„Es war eine Zeit voller Musik für mich. Eigentlich gab es nur die Musik. Und da waren natürlich noch die Biergärten in München. Da konnten wir uns ablenken. Und um den Kopf frei zu kriegen, spielten wir viel Fußball.“

Jeff Lynne auf einer Bühne in England
Jeff Lynne

Das Ende der Musicland Studios war leider tragisch: In den späten 1980ern wurde die Münchener U-Bahn gebaut, die nur wenige Meter an der Studiowand vorbei führte. Aufgrund der starken Vibrationen und des Lärms war eine vernünftige Tonaufnahme nicht mehr möglich.

Die Songs

TitelDauer
Tightrope5:03
Telephone Line 4:38
Rockaria3:12
Mission (A World Record)4:25
So Fine3:54
Livin’ Thing3:31
Above the Clouds2:16
Do Ya3:43
Shangri-La5:32

E.L.O.: "A New World Record"
Jet Records
VÖ: 1976

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Vormittag, 16. September 2021, 11:45 Uhr