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Der Nachmittag mit Norbert Kuntze

Interview Petra Gerster über Erinnerungen und ihren Plan für den Ruhestand

Autoren

Eigentlich sollte ja schon im vergangenen November Schluss sein, dann gab es allerdings noch einmal eine kleine Verlängerung. Aber nun ist es dann doch so weit. Nach 23 Jahren hat Petra Gerster ihre letzte Sendung im Zweiten Deutschen Fernsehen moderiert und geht damit in den wohlverdienten Ruhestand.

Moderatorin Petra Gerster (Archivbild)
Bild: DPA | Jens Kalaene

Als junge Journalistin hat sie ihre ersten Erfahrungen beim Bayrischen Rundfunk und beim WDR gesammelt. Im Jahre 1989 übernahm sie dann die Moderation des TV-Magazins Mona Lisa und 1998 stieg sie dann bei den „heute“-Nachrichten um 19 Uhr ein. Für diese Arbeit hat sie den Bambi und die Goldene Kamera bekommen. Wir haben sie gefragt, was jetzt ansteht und was sie aus den letzten Jahren mitnimmt.

Wie geht es Ihnen gerade?
Gerster: Wie es mir heute geht, kann ich Ihnen gar nicht sagen, weil es ist einfach so: Ich habe so viel Trubel noch. So viele Menschen nehmen Abschied – eigentlich seit Samstag. Auch schon seit der vorletzten Woche kommen ständig Kollegen und Kolleginnen vorbei, verabschiedet sich, und es ist irgendwie so ein permanentes in Anspruch genommen sein. Insofern komme ich nicht dazu in mich hineinzuhorchen.
Gab es ein Nachrichten-Highlight an das Sie häufig zurückdenken?
Gerster: Also mit einem Nachrichten-Highlight kann ich gar nicht dienen. Ich erinnere mich einfach an viele, viele schreckliche Nachrichten. Angefangen bei dem Tsunami 2004, Fukushima und die Anschläge in Paris. So gefühlt war ich immer auch da und das war schon belastend. Ich hätte jetzt wahnsinnig gerne noch das Ende der Pandemie bekannt gegeben und die Rückkehr zur völligen Normalität. Das war mir jetzt leider nicht mehr vergönnt.
Petra Gerster steht vor einem alten heute-Nachrichten-Logo
Petra Gerster (TV-Moderatorin, Journalistin) 1998 vor dem damaligen "heute"-Nachrichten-Logo. Bild: Imago | teutopress
Es gab natürlich auch immer viele Reaktionen von Zuschauerinnen und Zuschauern. Können Sie sich da an was Besonderes erinnern?
Gerster: Ja, es hat sich sehr geändert, muss ich sagen. Die Zuschauerbriefe sind seit ich gendere etwas mehr geworden und auch etwas rüder im Ton. Man kriegt natürlich immer auch – ja – anzügliche Geschichten, vor allem in jüngeren Jahren von Männern. Aber sonst eben auch sehr viele positive, sehr viele auch ganz liebe Zuschauer-Briefe und Menschen, die mir was schicken – Pralinen oder so was, worüber sich dann die Redaktion immer sehr freut, weil ich das natürlich alles teile.
Wie sieht denn die Zeit nach den "heute"-Nachrichten für Sie aus?
Gerster: Ich habe einen riesigen Freundeskreis, für den ich dann ein bisschen mehr Zeit hab. Und dann werde ich mich die nächsten Monate zurückziehen, um mit meinem Mann ein Buch zu schreiben. Und dann kommt als Spielkamerad ein kleiner Hund ins Haus. Das habe ich alles aufgeschoben, wenn ich Zeit habe auch danach zu suchen. Und man muss ja auch entsprechend warten. Das ist ja gar nicht mehr so einfach heutzutage, weil viele Menschen auf den Hund gekommen sind in der Corona-Zeit. Wir hatten ja immer Hunde – nur halt die letzten Jahre nicht mehr. Und jetzt? Jetzt habe ich endlich bald wieder Zeit dafür.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins – Der Morgen, 26. Mai 2021, 07:40 Uhr