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Auf ein Wort All heteros welcome

Autor/Autorin

  • Dorothee Michels-Uroić

"All hetereos welcome: hetero-friendly hotel": Ich grinse, als ich diesen Aufkleber an unserer Hoteltür in Amsterdam sehe. Er signalisiert, dass Heterosexuelle hier nicht ausgegrenzt werden. Hier sind auch Männer willkommen, die sich in Frauen verlieben. Und Frauen, die Männer sexuell attraktiv finden. Was ja auf den Großteil der Bevölkerung zutrifft. Witzig also, den Spieß umzudrehen und zu sagen: "Hej, alter Otto Normalbürger, keine Sorge, du bist hier sicher!"

Und dann bleibt mir nach ein paar Malen "Tür auf, Tür zu" in der Lobby das Lachen im Hals stecken. Die Vorstellung, mit meinem Ehemann irgendwo abgelehnt zu werden, weil wir ein Paar sind, kommt mir so absurd vor. Aber es ist Realität, lasse ich mir erzählen: abschätzende Blicke beim romantischen Essen im Restaurant. Oder die besorgte Nachfrage an der Rezeption, ob die beiden Herren wirklich sicher ein Doppelzimmer möchten.

Darum gibt es Hotels, die extra darauf hinwiesen, dass gleichgeschlechtliche Paare bei Ihnen willkommen sind. Hotels, die sichere Orte sind. Weil Personal und andere Gäste nicht tuscheln, wenn zwei als Paar zu erkennen sind. Mehr noch: Da sind Menschen, die sich einmischen, die, wenn nötig, die Nummern von Krisentelefonen zur Hand und ein wachsames Auge auf die Gäste haben.

Ich war schon einmal in so einem Hotel, in Süddeutschland, auf der Rückreise aus einem gemeinsamen Sommerurlaub. Das befreundete schwule Paar hatte es ausgesucht. Und ich ahne erst jetzt, dass es für sie ein Ort des Aufatmens gewesen sein muss. Denn zuvor hatten sie in Kroatien zwei Wochen lang in der Öffentlichkeit jede typische Paar-Geste vermieden. Ernüchternd, jetzt zu merken, womit andere Paare sich regelmäßig beschäftigen müssen.

Ich wünsche mir, dass viel mehr Orte sicher sind. Und erst recht wünsche ich es mir für meine Kirche, die katholische Kirche. Dass die Räume und die Gemeinschaft echten Schutz bieten vor Nachstellungen und Hass, und dass alle Menschen dort aufatmen können, wie Jesus gesagt hat: "Kommt zu mir mit euren Lasten, ich will euch Ruhe verschaffen." (Matthäus 11,28)

Dieses Thema im Programm: 9. Oktober 2022, 7:40 Uhr