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Der Samstagabend mit Sabine Szimanski

Auf ein Wort Das Johanniskreuz

Autor/Autorin

  • Maria Nogai

Vor zwei Jahren wurde mein Mann als Patient im damals neu wieder eröffneten Klinikum Bremen-Mitte behandelt. In den ersten Tagen bei meinen Besuchen war ich nur damit beschäftigt, den richtigen Weg über die langen Krankenhausflure zu der Station zu finden. Später fühlte ich mich sicher und habe auch die Bilder an den Wänden wahrgenommen. Ich entdeckte einen an der Wand angebrachten Stein mit der Info: "Schlussstein des Portals der alten Frauenklinik mit Johanniskreuz." Das Johanniskreuz besteht aus vier zum Quadrat gekoppelten so genannten Krückenkreuzen.

Ursprünglich kommt der Stein aus dem ehemaligen Johannis-Kloster im Bremer Schnoor-Viertel und galt als christliches Haussymbol. Gerne erinnere ich mich auch heute noch an diese Entdeckung. Hätte ich den Stein im St. Joseph-Stift oder in katholischen Einrichtungen gesehen, wäre er mir vielleicht gar nicht aufgefallen – anders als an dieser Stelle, in einem freien Klinikum, hier in der Diaspora in Bremen. Damit wurden mir persönlich im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet.

Als Kinderkrankenschwester habe ich viele Jahre in dieser Klinik gearbeitet. Aber mir war überhaupt nicht bewusst, dass die Briefbögen und selbst meine Dienstkleidung mit einem Johanniskreuz gekennzeichnet waren.

Meine Kreuzkette habe ich damals nur an freien Tagen getragen, aus Rücksicht auf die nicht christlichen Kolleginnen und Kollegen. Aber dass alle, sicherlich genauso unbewusst wie ich, ihre Dienstkleidung mit einem christlichen Symbol getragen haben, ist für mich im Nachhinein unglaublich. Unglaublich, hier in Bremen – in rein katholischen Gebieten ist es dagegen mehr als selbstverständlich.

Ich bin dankbar und bereichert, dass ich den Schlussstein im Krankenhaus Bremen-Mitte entdeckt habe. So gibt es sie doch hin und wieder mal, die Begegnungen und Entdeckungen, die uns im Herzen berühren und uns nachhaltig guttun.

Dieses Thema im Programm: 9. Januar 2022, 7:40 Uhr