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Der Vormittag mit Ansgar Langhorst

Auf ein Wort Memento

Autor/Autorin

  • Pastorin Jeannette Qurfurth

"Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur. Doch mit dem Tod der andern muss man leben." So endet ein Gedicht von Mascha Kaleko über den Tod. Es heißt "Memento", auf Deutsch "Bedenke".

Heute ist so ein Tag, wo wir traditionell den Tod bedenken. "Totensonntag".  Viele von Ihnen werden heute wohl auf den Friedhof gehen und die Gräber Ihrer verstorbenen Angehörigen und Liebsten besuchen.

Ich werde es auch tun. Und dann stehe ich vor diesem in die Jahre gekommenen Grab auf dem Waldfriedhof. Ich besuche meine Mutter, meinen Vater, meine Großmutter und meinen Bruder. Der Lebensbaum und die Zwergkiefer auf dem Grab sind längst viel größer gewachsen als gedacht, aber ich mag sie. Auch der Grabstein ist im Laufe der Jahrzehnte verwittert und steht ein kleines bisschen schief. Mir gefällt er so.

Wie sich ein Grab im Laufe der Jahre verwandelt, so verwandelt sich meist auch Trauer mit der Zeit. Der fassungslose Schmerz wird irgendwann, nach Wochen, Monaten, manchmal erst nach Jahren, milder und irgendwann erträglich. Einmal hörte ich eine Frau sagen, dass die Trauer ein Leben lang dauern würde. Erst war ich irritiert, aber dann fand ich, dass sie Recht hat. Denn ein Leben lang erinnern wir uns an Verstorbene, mit denen wir verbunden waren – mit Sehnsucht, mit Schmerz, manchmal auch mit Wut - und vermissen sie vielleicht auch noch nach langen Jahren. Die Trauer verwandelt sich dabei von Jahr zu Jahr.

Erinnerungen tun irgendwann nicht mehr so weh, sondern viele  werden auch wieder schön. Erinnerungen, wie sie heute sicher vielen Menschen in den Sinn kommen, wenn sie alte Fotos ansehen – oder vor einem Grab stehen.

Memento – "Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur. Doch mit dem Tod der andern muss man leben."

Dieses Thema im Programm: 21. November 2021, 7:40 Uhr