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Beat-Club mit Lutz Hanker

Auf ein Wort Reformationstag

Autorinnen und Autoren

  • Pastorin Sabine Kurth

Heute ist Halloween. Ich freue mich heute allerdings mehr über den  Reformationstag. Seit 2018 ist er in Bremen ein gesetzlicher Feiertag. Das ist schon eine besondere Würdigung.

Im Jahr 1517 beschloss der ehemalige Mönch und nun Theologiegelehrte Martin Luther seine Thesen zur Reformierung der Kirche zu veröffentlichen. Lange hatte er sich mit den Lehren seiner Kirche auseinandergesetzt und gemerkt, dass diese immer weniger mit dem Leben der Menschen zu tun haben. Er wollte seine katholische Kirche erneuern. Wollte, dass die frohe Botschaft, wie Jesus sie erzählt hat, den Menschen im Leben helfen soll. Dass Gott verstanden wird als liebender und gnädiger Gott. Doch es kam anders. Es gab eine Kirchenspaltung. Katholische und protestantische Kirche. Bis heute an vielen Punkten noch sehr unterschiedlich.

504 Jahre später stehen beide Kirchen vor allem in den Industriestaaten vor großen Herausforderungen. Massenhafte Kirchenaustritte, Missbrauchsskandale, viele Menschen, die mit Kirche nichts mehr anfangen können. Was hätte Luther in dieser Situation gemacht? Ich denke, er hätte den Menschen zugehört. Sich angesehen, was sie brauchen, was in ihrem Leben wichtig ist. Das hat er damals schon gemacht. "Den Menschen aufs Maul geschaut", nannte er das.

Ich glaube auch, dass die Kirchen sich zu lange in ihren Häusern und Kirchen eingeigelt haben. Oft mit dem Gedanken, wir wissen, wie Glauben richtig geht. Wir wissen, was für die Menschen gut ist. Und dabei oft nicht hingehört, was uns da die Menschen von ihrem ganz persönlichen Glauben erzählen. "Wenn ich im Wald spazieren gehe, ist mir Gott ganz nahe. Näher als in der Kirche" – so häufig gesagt. Und häufig von Kirchenmenschen belächelt. Doch warum?

Gott ist wirklich überall zu finden. Wenn ich mit Menschen aus meiner Gemeinde spreche, wünschen sie sich, dass die Gemeinde sich öffnet. "Geht dahin, wo die Menschen sind. Auf die Wochenmärkte. In die Einkaufszentren. In die Fitness-Studios."

Ja, warum denn nicht! Von Gott und seiner Botschaft kann ich überall erzählen. Im Wald, am Strand, in den Bergen. Kann vor allem überall mit Menschen ins Gespräch kommen. Gerne auch in bunten, anregenden, kontroversen  Diskussionen. Mir ist vor allem wichtig, dass Gott überhaupt wieder ins Gespräch kommt.

Dieses Thema im Programm: 31. Otober 2021, 7:40 Uhr