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Nachtprogramm

Auf ein Wort Perspektivwechsel

Autoren

  • Hochschul-Seelsorgerin Martina Rolfes

Heute ist Pfingsten – ein Fest, das mich aufrüttelt! Wir leben gerade in einer Zeit, die gesellschaftlich, kirchlich und politisch sehr polarisiert ist. Pfingsten aber lässt mich hoffen: Verständnis und Verstehen sind möglich – auch wenn wir Menschen sehr verschieden sind.

Denn das heutige Pfingstfest ist für mich vor allem eins: Ein eindrucksvolles Fest der Verständigung. Die Pfingstgeschichte erzählt, wie die Jünger Jesu mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt werden. Menschen aus aller Welt kommen auf den Straßen Jerusalems zusammen. Und obwohl sie viele verschiedene Sprachen sprechen, geschieht das Wunderbare: Jeder und jede hört sie in der eigenen Muttersprache sprechen. Sie können einander verstehen.

Seit Wochen gehen mir einige Zeilen eines Liedes nicht mehr aus dem Kopf. Der Liedermacher Keno Langbein fragt in dem Lied: "Was ist deine Geschichte? Was hast du erlebt? (...) Wie sieht diese Welt aus, wenn Du sie beschreibst? Was sehe ich anders, wenn Du es mir zeigst?"

Ich spüre: Es steckt viel Dynamik darin, wenn ich die Perspektive wechsle. Wie würde ich auf diese Welt sehen,

  • wenn ich in einem anderen Land geboren wäre,
  • wenn ich zu einer verfolgten Minderheit gehören würde,
  • wenn ich eine alleinerziehende Mutter wäre?

Was sehe ich, wenn ich aus der Perspektive einer anderen auf diese Welt schaue? Und – was alles würde ich dann völlig anders sehen?                                                  

Eine Schlüsselerfahrung war vor kurzem ein Interkultureller Abend mit Studierenden. Mit dabei war Regina aus den Philippinen. Sie hat erzählt, dass es bei ihr zuhause üblich ist, den angebotenen Kaffee erst einmal abzulehnen, obwohl sie gerne einen trinken würde. Nein-Sagen als Ausdruck von Höflichkeit gehört zu ihrer Kultur.

Das war ein Aha-Moment neben vielen anderen, die wir miteinander geteilt haben. Dieser Abend hat mir eines vor Augen geführt: Wie sehr sich mein Blick auf unsere Gesellschaft und unser Leben verändert – ja sogar auf ganz alltägliche Situationen –, wenn ich aus der Perspektive eines anderen sehe. Meine Erfahrung: Es lohnt sich. Denn genauso gelingt Verständnis und Verstehen.
Das ist spannend, bereichernd und vor allem:
nachhaltig verbindend!

Dieses Thema im Programm: 30. Mai 2021, 7:40 Uhr