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Der Mittag mit Dirk Böhling

Jon Allen Eine intensive Stimme irgendwo zwischen Bryan Adams und Sting

Autor

Geradlinige Songs, die dennoch unter die Haut gehen, präsentiert der englische Singer-Songwriter Jon Allen auf seinem neuen Album “…meanwhile“. Fein ziselierte Akustiknummern perlen ihm ebenso elegant von seinen Gitarrensaiten wie pulsierender Pop-Rock.

Das Cover vom Album "...meanwhile" von Jon Allen
Bild: Ok! Good Records

So klingt das Album von Jon Allen "…meanwhile"

So klingt das Album von Jon Allen "…meanwhile"

Bild: Ok! Good Records
Sänger Jon Allen mit schwarzem Hut
Bild: Ok! Good Records

Jon Allen folgt in den elf Songs seines am 21. Mai veröffentlichten Albums einem melancholischen Grundgefühl, in welchem er aber regelmäßig optimistische Klänge aufleuchten lässt. Er schreibt relaxte Songs wie “Suzanne“ mit Harmoniefolgen, die an das Songwriting der Beatles erinnern, oder Powertitel wie das in bester Bruce-Springsteen-Manier vorantreibende “Hold On“. Jon Allens Songs entfalten ihre musikalische Wirkung in erster Linie durch ihre Harmonien und ihre intensive Atmosphäre, weniger durch aufwendige Melodien. Das ist grundsolides Songwriter-Handwerk mit Tiefgang. Darin ähnelt der 1977 im südenglischen Winchester geborene Multiinstrumentalist tatsächlich einem musikalischen Schwergewicht vom Schlage eines Bruce Springsteen.

Während meiner Collegezeit begann ich in einer Coverband zu spielen und entdeckte, dass ich mit Musik Geld verdienen kann.

Jon Allen

Es ist Mark Knopfler gewesen, der Jon Allen für die Musikwelt entdeckt hat. Knopfler hörte Allen auf einer Party im Londoner Westen singen und war davon so angetan, dass er ihn als Support 2006 mit auf seine “All The Roadrunning Tour“ durch Europa mitnahm. Mittlerweile ist die Liste der Stars, für die Jon Allen im Studio und auf der Bühne gestanden hat, angewachsen und umfasst Namen wie Dionne Warwick, Brian May und Seal. Geweckt worden war Allens Leidenschaft für die Musik bereits während seiner Collegezeit. Als Mitglied einer Coverband entdeckte er, dass er mit Musik Geld verdienen könne, und begann dann auch eigene Songs zu schreiben. Das war der Auslöser für seinen Aufbruch auf den langen Weg, seinen Lebensunterhalt als Singer-Songwriter bestreiten zu können, wie Jon Allen es fast poetisch ausdrückt. Seinen musikalischen Durchbruch verortet der Musiker im Jahr 2008, als seine Single “Going Home“ über einen Werbespot von Land Rover zu weltweiter Popularität gelangte.

Das Leben geht weiter. Wir versuchen immer noch, den Dingen einen Sinn zu geben, und wir fahren fort zu träumen.

Jon Allen
Sänger Jon Allen trägt einen schwarzen Hut und spielt Gitarre
Bild: Ok! Good Records

“…meanwhile“ ist Allens mittlerweile fünftes Studioalbum. Den Albumtitel, der soviel wie „mittlerweile“ oder „zwischenzeitlich“ bedeutet, erläutert Jon Allen Bremen Eins gegenüber vor dem Hintergrund der Pandemie: Obwohl COVID-19 in unserem Denken, in unseren Gefühlen, aber auch in den Medien einen immensen Raum beanspruche, gehe das Leben doch weiter. Alle hätten weiterhin ihre Träume und würden versuchen, den Dingen einen Sinn zu geben. Für ihn sei die Arbeit an seinem neuen Album eben dieses Zwischenzeitliche gewesen. “Can’t Hold Back The Sun“ ist von Allens neuen Songs derjenige, der am stärksten auf den Neubeginn und die wiedergewonnene Freiheit nach dem Lockdown verweist. Überhaupt habe ihn die Pandemie durch die Arbeit an seinem Album eher hoffnungsvoll gestimmt, stellt Allen rückblickend fest.

Manchmal schnappe ich mir eine Gitarre und beginne Nonsens zu singen, um daraus eine Melodie zu entwickeln.

Jon Allen

Seine Songs schreibt Jon Allen idealerweise allein und mit genügend Zeit im Rücken. Dann kann es schon einmal sein, dass er zur Gitarre greift und beginnt sinnentleerte Wörter zu singen, bis er eine Melodie dingfest machen kann. Überhaupt lässt er sich bei der Entwicklung von Songideen gern von spontanen Gefühlen leiten. Diese können ausgelöst werden durch Sätze, die Allen aufschnappt und die ihn einen griffigen Songtitel finden lassen. Oder er stößt auf einen Rhythmus, den er zum Groove eines Songs werden lässt. Es sind emotionale Momentaufnahmen, die ihn zu seinen Songs führen. Diese treten dramatisch und emotionsgeladen auf wie “Blame It All On Me“, mit welchem Allen sein aktuelles Album eröffnet, oder kommen gelassen tänzelnd daher wie “The Other Side“. Den neuen Songs gemeinsam ist eine direkte, unvermittelte Wirkung, wie sie Jon Allen als Grundschüler im Schulbus empfunden hatte, als die Popmusik, die er da im Radio hörte, ihn traf wie ein Blitz.

Es ist unausweichlich, dass meine Persönlichkeit in dem, was ich schreibe, zum Ausdruck kommt: Liebe, Leben, Hoffnung, Furcht, älter werden, vielleicht weiser.

Jon Allen
Sänger Jon Allen steht im Schatten und etwas Sonnenlicht fällt ihm ins Gesicht
Bild: Ok! Good Records

Jon Allens Fähigkeit, mit geradlinigen Songs emotional ins Mark zu treffen, muss auch den Londoner Pianisten und Fernsehmoderator Jools Holland beeindruckt haben, der Allen in seine BBC-Two-Sendung “Later… with Jools Holland“ einlud und von der unglaublichen Stimme seines Musikerkollegen schwärmte. Diese versprüht ihren intensiven Charme irgendwo zwischen Sting und Bryan Adams. Whiskey-getränkt wird sie auf Jon Allens Homepage genannt und so definiert der Sänger und Multiinstrumentalist seinen Sound auf Nachfrage von Bremen Eins auch als “whiskey soaked folk rock“.   

Ich habe das Album zu Hause in Nord-London in einer umgebauten Garage aufgenommen. Das war das erste Album, welches ich allein produziert habe.

Jon Allen

“…meanwhile“ kommt so gut wie komplett aus einer Hand. Jon Allen war in der heimischen umgebauten Garage sein eigener Produzent, spielte die meisten Instrumente selbst ein und ließ sich bei den Streicherarrangements sowie beim Abmischen von den Brüdern Adam und Dan Skinner unterstützen, die sich als Komponisten für Film, TV und Games einen Namen gemacht haben. Die beiden treten auch als Koautoren des Aufmachers “Blame It All On Me“ in Erscheinung, die übrigen Songs stammen ausschließlich aus der Feder Jon Allens. Der Singer-Songwriter schreibt klare, schnörkellose Texte und findet ausdrucksstarke sprachliche Bilder. Auch für andere Künstler hat Jon Allen seine Songwriting-Fähigkeiten in Stellung gebracht, so für Petula Clark, Engelbert und den Erfolgsproduzenten Guy Chambers.   

Es kommt darauf an, wie ich mich in einem bestimmten Moment fühle. Es gibt für mein Songwriting keine Formel.

Jon Allen

Jon Allens allumfassender Einsatz für sein neues Album hat sich gelohnt. Er, der sich auf die Inspirationskraft von Musikgiganten wie Bob Dylan, Little Richard, Ray Charles und Carole King beruft, lässt seine Songs ohne großes Geklingel, aber von einem unbeirrbaren musikalischen Geist getrieben voranschreiten. Es gibt bei Jon Allen zwar keine Songwriting-Formel, aber ein untrügliches Gespür für aussagekräftige Songs. Und so ist “...meanwhile“ viel mehr als nur etwas zwischenzeitlich Geschehenes – es ist einfach ein zeitlos gutes Album!  

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Die Songs

TitelDauer
Blame It All On Me2:57
Can’t Hold Back The Sun2:58
Cruel World4:14
Looking For The Light3:23
Mercy3:29
Suzanne3:50
How Long3:31
The Other Side4:01
Western Shore3:13
Hold On3:47
Wrong4:11

Jon Allen “…meanwhile”
V2 Records
EAN: 8717931340663
VÖ: 21.05.2021

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 31. Mai 2021, 16:40 Uhr