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Nachtprogramm

Der Parzellist Das Gold des Gärtners

Das Gold des Gärtners

Audio vom 28. April 2021
Grober Kompost auf einem Kompostsieb
Bild: Radio Bremen | Jens Schellhass

Für unseren Parzellisten kommt ein Weltwunder aus dem Komposthaufen: Aus alter Flora wird neue Erde für neues Leben, und Milliarden von Wesen helfen ihm dabei.

Informationen zum Audio

Für unseren Parzellisten kommt ein Weltwunder aus dem Komposthaufen: Aus alter Flora wird neue Erde für neues Leben, und Milliarden von Wesen helfen ihm dabei.

In einer Handvoll Kompost steckt so viel Leben, wie es Menschen auf dem Erdball gibt. Es ist ein perfekter Kreislauf: Aus abgestorbenem oder aussortiertem Grün wird neuer Boden für neues Leben. Kompost düngt, hält Feuchtigkeit in sandigem Boden und macht lehmige Boden durchlässig - das Wunder des Gärtnerns. Dabei gilt es allerdings einige Regeln zu beachten. Ein Komposthaufen sollte schattig stehen und luftdurchlässig sein. Am besten rottet das Material, wenn es gemischt wird, also beispielsweise eine Schicht Rasenschnitt, dann eine Schicht grobe Abfälle wie Strauchschnitt oder Holzhäcksel. Der Kompostkasten sollte Erdkontakt haben, damit er Asseln, Tausendfüßlern, Regenwürmern und anderen Helferlein Eintritt gewährt.

Sollte in diesem Jahr wieder ein trockener Sommer folgen, braucht der Kompost hin und wieder eine Kanne Wasser, damit das viele Leben in ihm nicht verdurstet. Unser Parzellist erntet einmal jährlich. Dabei wird der grobe Kompost durch ein Kompostsieb geworfen. Die feine Erde kommt auf die Beete, die groben Reste wandern zurück in den Komposthaufen. Sie regen die weitere Kompostierung an. Am Ende der Tat gibt es meist Muskelkater und Schwielen an den Händen, aber ein gutes Gefühlt, ohne weitere Zutaten seinen Garten ausreichend versorgt zu haben.