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Der Nachmittag mit Sabine Szimanski

Der Parzellist Die Seife aus dem Blumenbeet

Jens Schellhass riecht an der weißen Blüte des Seifenkrauts
Eine pure Ladung Genuss durch die Nase: Unser Parzellist erfreut sich an dem süßen Duft des Seifenkrauts.

Die Seife aus dem Blumenbeet

Schon die Steinzeitmenschen haben aus Seifenkraut ihr Waschmittel hergestellt. Nun hat es unser Parzellist in seinem Garten entdeckt, und macht was draus.

Bild: Radio Bremen | Schellhass

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Schon die Steinzeitmenschen haben aus Seifenkraut ihr Waschmittel hergestellt. Nun hat es unser Parzellist in seinem Garten entdeckt, und macht was draus.

Eigentlich hatte sich unser Parzellist etwas ganz anderes vorgenommen. Er wollte den Fledermäusen einen reichen Tisch decken. Dazu braucht es Blüten, die nachts für die Nachtfalter blühen, denn schließlich geht es den Fledermäusen nur gut, wenn es den Nachtfaltern gut geht. Sie sind ein Leckerbissen für die Fledermäuse. Auf seiner Suche nach geeigneten Blühwerk stieß unser Gartenfreund dann auf das Seifenkraut. Damit haben sich bereits die Steinzeitmenschen gewaschen - und künftig vermutlich nun wohl auch unser Parzellist und seine beiden netten Damen.

In der Natur nur noch selten zu finden

Schon die Steinzeitmenschen haben aus dem süß duftenden Seifenkraut ihr Waschmittel hergestellt, und noch heute nutzen es Restauratoren zum Säubern von empfindlichen Textilien, Teppichen und Möbelstücken. Außerdem hilft es bei Husten, Halsentzündungen und Bronchitis. Nun hat es unser Parzellist in seinem Garten entdeckt, ohne dass er es je gepflanzt hätte. Wer es in seinem Garten sein eigen nennen möchte, bekommt es aber auch in gut sortierten Gärtnereien.

Das Seifenkraut kommt in der Natur nur noch sehr selten vor. Es liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und braucht einen lockeren, durchlässigen Boden. Ist es einmal angekommen, verbreitet es sich schnell und üppig. Im Herbst können Wurzeln und Blätter geerntet werden, um daraus Tee, Waschmittel und Flüssigseifer herzustellen.

Und so geht's:

Tee

2 Teelöffel der klein geschnittenen Wurzel eine Nacht lang in 500 Millilitern kaltem Wasser stehen lassen. Danach aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen und abseihen. Hilft bei Husten und Halsschmerzen. Getränkte Umschläge helfen bei Hautleiden. Bei offenen Wunden ist der Tee allerdings nicht geeignet. Pro Tag sollten nicht mehr als zwei Tassen getrunken werden.

Seife

100 Gramm klein geschnittene Wurzel und Blätter in 300 Millilitern Wasser zum Kochen bringen. 20 Minuten bei offenem Topf köcheln lassen. Nachdem der Sud abgekühlt ist, kann er abgeseiht und in Flaschen gefüllt werden. Die Flüssigseife können Sie auch als Shampoo benutzen. Sie sollte allerdings nicht in die Augen gelangen. Es brennt. Dafür hilft sie wie der Tee bei vielen Hautkrankheiten. Aber Achtung: Ach hier gilt, in offenen Wunden brennt es sehr.

Waschmittel

100 Gramm klein geschnittene Wurzel und Blätter in einem halben Liter Wasser zirka 30 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Dann zwei Stunden ziehen lassen und danach mit einem Pürierstab zerkleinern. 200 Milliliter hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke dazu geben und abfüllen. Wer es duftend mag, sollte zehn Tropfen ätherisches Öl hinzufügen und verrühren. Das Seifenkraut-Waschmittel reicht für sieben bis zehn Waschladungen.

Wenn Sie weder Seife noch Tee noch Waschmittel aus dem Seifenkraut herstellen mögen - macht auch nichts. Bienen, Insekten und Nachtfalter lieben das Seifenkraut. Und über einen Nachtfalter als Abendmahl freut sich schließlich wiederum auch die Fledermaus.